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Praktikum die beste Sprungschanze in den Beruf
AUSBILDUNG Initiative „ZWAIG“ bietet Schülern Bewerbungstraining an – Kritischer Blick in Mappen Schnurstracks geht Maurizio Hammelmann auf den Tisch zu. Dort warten Georg und Elke Meyer zum Bewerbungsgespräch. Die Mappe liegt bereits auf dem Tisch. „Würdest Du denn auch bei schlechtem Wetter arbeiten wollen?“, fragt der Wildeshauser Unternehmer. „Klar“, antwortet der 17-jährige Schüler, „das gehört ja dazu“. Und auch die Bereitschaft des Bewerbers zur Samstagsarbeit freut den Landschaftsgärtner.
Sechs Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS), begleitet von Lehrer Thomas Bosch, kamen am Donnerstag zum Bewerbungstraining in die Gärtnerei „Thoms & Meyer“. Firmenchef Meyer nahm zum ersten Mal an dem Projekt von „Zwaig“, der „Zukunftswerkstatt Ausbildungsplatzinitiative Ganderkesee, Stadt Delmenhorst und Landkreis Oldenburg“, teil. Auch in drei weiteren Wildeshauser Betrieben – Bäckerei Kolloge, Fleischerei Tonn und „Rewe“ – bot „Zwaig“ dieses Bewerbungstraining an.
Im Vorfeld hatten die Schüler ihre Bewerbungsmappen bei den Firmen abgegeben. „Zwaig“-Vorsitzender Gerd Jacoby machte den Schülern Mut: „Keiner wird Ihnen den Kopf abreißen. Alle wollen helfen.“ Er riet den jungen Leuten vor allem, Interesse zu zeigen und sich vorher über den Betrieb zu informieren. Unternehmer Meyer gab eine klare Linie vor: „Der erste Eindruck ist oft entscheidend.“ Manche Zahl im Zeugnis sage nicht viel aus; Eigeninitiative sei oft wichtiger. Ein K.o.-Kriterium seien dagegen unentschuldigte Fehltage auf dem Zeugnis. „Dann landet die Bewerbungsmappe bei manchen Firmenchefs gleich im Papierkorb“, wusste auch Jacoby.

Elke Meyer riet den Bewerbern: „Macht ein Praktikum!“ Gerade der Beruf des Landschaftsgärtners sei überaus vielfältig, so dass praktische Erfahrungen in jedem Fall weiterhelfen. Im Anschluss ans Praktikum sollten die Schüler eine Beurteilung erbitten. „Sammelt alles Positive“, riet Elke Meyer. Florian Manzke konnte im Gespräch bereits auf praktische Erfahrungen verweisen. „Mein Bruder ist Landschaftsgärtner“, sagte er, „die Arbeit gefällt mir“. Wie wichtig Mathematik in dem Beruf ist, erfuhr Manzke beim Ausmessen für Pflasterarbeiten. Unzufrieden waren Georg und Elke Meyers mit keinem Kandidaten: „Wir überlegen uns das“, hieß es. Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg
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